Schau in die Natur

Schau in die Natur

Schau in die Natur

 

Was hat Einzug in unser Leben gefunden: Formen, Strukturen,  Funktionen, Farben?

Ist nicht die Natur immer unser Vorbild gewesen? Warum dann die perfekte Natur ändern wollen?

Die Natur hat eigene Gesetze, die der Mensch zwar zu ergründen versucht und doch damit scheitern muss.

Alles erinnert mich immer an den Zauberlehrling. Kaum ist der Meister weg, da denkt der Lehrling, unerfahren, aber tollkühn in seinen Gedanken, er könne alles, was der Meister kann.

Meister fallen aber nicht vom Himmel. So schnell geht es nicht, Weisheit zu erlangen. Das braucht Zeit und Erfahrung. Selbstreflexion. Demut. Achtsamkeit.

 

Hat der Zauberlehrling dann auch noch die berühmten Dollarzeichen in den Augen, wird er von Gier getrieben, so wird mit Sicherheit misslingen, was er vorhatte zu tun.

Wenn er nicht lernt, sich und sein Tun aus der Distanz zu betrachten und das von allen Seiten, wie ein Fremder, so muss er scheitern.

 

Es wird nur noch mehr Probleme geben und immer wieder noch  mehr Probleme.

 

Mit Arroganz, Kaltschnäuzigkeit, Überheblichkeit ist noch nie etwas Gescheites gelungen. 

Achtung vor dem Leben und der Natur, Bescheidenheit bezüglich der eigenen Möglichkeiten wären erforderlich, denn alles wächst nur aus dem Kleinen heraus, auch das Können, das Wissen, die Fähigkeiten. Nichts und niemand  ist von Anfang an groß gewesen.

 

Bei der Natur fängt es an. Kräuter und Pflanzen als Unkraut abzutun, das man mit Roundup einfach ausmerzen kann; welch eine schlechte Idee, so vorzugehen.  Auf diese Weise ist noch nie etwas  Gescheites entstanden und es muss, das betone ich,  alles nur  schiefgehen.

 

Also liebe Leute, erweist der Natur gefälligst mehr Respekt. Geht raus, dorthin, wo etwas wächst, wie es gerade will. Lass euch Zeit und schaut.

Samen pflanzen sich von alleine ein, Samen verbreiten sich überall dort, wo die Pflanze genau die Nahrung erhalten kann, die sie braucht. Samen wandern teilweise durch den Magen der Tiere und mit dem Kot der Tiere werden sie verteilt.

 

So wie die Samen sich verbreiten, so wie sie wollen oder anwachsen wie sie wollen, so entstehen Gedanken doch wie kleine Samen, wer weiß, woher.

 

Gedanken den Menschen zu verbieten, wäre geradeso, als wolle man dem Menschen die Fähigkeit absprechen, denken zu können. Wer kommt auf so eine Idee?

 

Wenn Menschen alleine ohne fremde Hilfe eine Wüste durchqueren können, oder durch Eis und Eiseskälte an den Nordpol gelangen können, dann brauchen sie auch im täglichen Leben nicht ständig kleingeistige Einschränkungen, kleingeistiger Menschen, die ihre Macht zeigen, dort, wo man ihnen Macht verliehen hat. In der Eiswüste wären diese unnachgiebigen und ständig fordernden Befehlshaber, auf sich alleine gestellt,  völlig hilflos.

 

Nun wird derzeit sogar das Spazierengehen an frischer Luft verfolgt. Was soll denn noch alles verfolgt werden? Das Atmen selbst, das Miteinander, die Geselligkeit, der Frohsinn und am Ende gar die Arbeit? Wo gelangen wir hin, wenn wir uns jede Freiheit, die uns von Natur aus zusteht,  nehmen lassen?

 

Jeder Mensch ist gleich und, es gibt keine besseren Menschen, so sagte meine Urgroßmutter mütterlicherseits immer. Es war ihr egal, ob sie vor vornehmen Herren stand. Ich habe sie nie kennengelernt, aber ich weiß von ihr, dass sie heilen konnte. Durch Hand auflegen, besprechen und gute Worte geben. Auch kannte sie die Kräuter in der Natur und wusste, wozu sie gut waren.

 

Sollten wir nicht lieber von erfahrenen Menschen lernen, als den Überkandidelten zu folgen, die glauben, sie könnten es dem Meister oder sogar Gott gleichmachen?

 

Ich denke an das Märchen vom Fischer und seiner Frau. Die Frau konnte nicht genug kriegen; am Ende, nachdem sie schon Papst geworden war, was der gute Butt ihr erfüllte,  wollte sie Gott werden, und der Butt erklärte dem Fischer, als er diesen Wunsch hörte, er solle nach Hause gehen, seine Frau sitze schon wieder im Pisspott. Ja, so wird es allen ergehen, die gewissenlos um sich schlagen, nie genug bekommen, und ihre Gier sie förmlich  aufbläst, weil sie glauben, andere unterdrücken und drangsalieren zu dürfen.

 

Es wird gewiss nicht gut gehen und die Natur wird, denke ich, für Ordnung sorgen, und ja,  die Natur wird die Oberhand behalten.

 

Der Mensch ist zu klein und einfach  zu dumm, dass er alles überblicken kann, was er auf Teufel-komm-heraus erlangen will.

 

Bis demnächst.